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Bevölkerungsentwicklung

Ein einigermaßen realistischer Zeitpunkt für die Realisierung der Umfahrung ist das Jahr 2025. Bis dahin wird sich in der Bevölkerung in Immenstadt wie in der Republik einiges ändern. Das Verkehrsgutachten (Modus Consult 2002) geht von einer Zunahme der Einwohner um 1100 von 15.600 auf 16.700 im Zeitraum 2002 bis 2015 aus. Das statistische Landesamt gibt dagegen zum 31.12.2008 noch 14.371 Einwohner an, ein Minus von 1.229 Menschen. Verschobene Altersstruktur der Immenstädter Bevölkerung mit mehr Alten und weniger Berufstätigen (die machen hier 53% des Verkehrs aus). Der Anteil der Altersgruppe 16-44 sinkt um rund 17%, die Altersgruppe 65-79 steigt um 19%, die ab 80 um 58% (Bertelsmannstiftung, aus Grafik entnommen).

Fazit: Sowohl die Zahl der Verursacher als auch die der betroffenen Bürger wird weniger.

Von Dr. Rolf Grebenstein

Gesellschaft im Wandel
Kurze Wege ohne Einfamilienhaus im Grünen?

Auch die Siedlungsentwicklung wirkt sich auf den Verkehr aus.  Wirtschaftsmagazin Capital in seiner Ausgabe 06/2010, Seite: 22-34, im Auszug
"Der Trend zu mehr Lust auf die Stadt ist nicht neu, er wird jedoch stärker. Das Ideal vom Einfamilienhaus im Grünen hat ausgedient. Die urbane Generation bevorzugt kurze Wege zur Arbeit, und sie will Kultur und Krippe, Kneipe und Kinderspielplatz miteinander verbinden
Die Landflucht beschränkt sich nicht auf die jüngeren Generationen. Auch vielen älteren Menschen wird allmählich bewusst, dass es draußen in der Peripherie sehr einsam werden kann. Singles lösen Familien ab Zum anderen steht die Gesellschaft vor einem tief greifenden Wandel: Bevölkerungsschwund, Überalterung, Binnenwanderung und neue Formen des Zusammenlebens - nirgendwo schlagen sich die Veränderungen so deutlich nieder wie auf dem Immobilienmarkt. Wer da falsch investiert, für den kann der Traum von den eigenen vier Wänden schnell zum Albtraum werden. Die Trennlinie zwischen Gewinnern und Verlierern verläuft nicht mehr zwischen Ost und West, sondern zwischen Stadt und Land. Innenstadtlagen werden teurer, Eigenheime auf dem Land oder in den Speckgürteln verlieren an Attraktivität..... Am Reißbrett entstanden ... Wohnsiedlungen ohne medizinische Versorgungseinrichtungen, ohne Schulen und Freizeitangebote - und mit einer demografischen Monostruktur. Viele der Hausbesitzer, so viel steht fest, werden ihre Investitionen nicht mehr reinholen können. Es fehlt an Käufern. Seit 2006 ... hat die Attraktivität von Ein- und Zweifamilienhäusern im Umland stark gelitten. Mit diesem Problem kämpfen ländliche Gemeinden in Ost und West gleichermaßen. "

Von Dr. Rolf Grebenstein